37. Botanischer Garten, Halle (Saale)

Der Botanische Garten der Universität Halle besteht seit über 300 Jahren und war der erste seiner Art im damaligen Preußen. Heute beherbergt das fünf Hektar große Gelände rund 12.000 Pflanzenarten, von denen etwa 6.000 in den Gewächshäusern wachsen. Die thematisch gegliederte Freilandpflanzensammlung, der Garten mit den alpinen Pflanzen sowie die Wald- und Steppengebiete repräsentieren einen Querschnitt der Pflanzengeographie weltweit. Auf dem Gelände befindet sich zudem die Sternwarte von 1787/88, welche von Carl Gotthard Langhans, dem Architekten des Brandenburger Tores in Berlin, errichtet wurde.

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Zur Geschichte des Botanischen Gartens, Halle (Saale)

Errichtet im Jahre 1698, vier Jahre nach der Gründung der Universität Halle, in einem Teil der kurfürstlichen Gärten nördlich der Moritzburg, diente der Botanische Garten bis 1743 hauptsächlich als Küchengarten – Obst und Gemüse wurden verkauft, um die Unterhaltungskosten abzusichern. Ein kleiner Bereich diente als Arzneigarten (Hortus medicus) zum Zweck der medizinischen Ausbildung.

1787 erwarben der Gartendirektor Philipp Caspar Junghans und Carl Christoph von Hoffmann, der Kanzler der Halleschen Universität, den Rest der kurfürstlichen Gärten, was die Erweiterung und Neugestaltung des Botanischen Gartens ermöglichte. Der Bau der ersten Gewächshäuser und der zur Universität gehörenden Sternwarte fand 1788 statt. Entworfen von Carl Gotthard Langhans, dem Architekten des Brandenburger Tors in Berlin, dient die Sternwarte heute als Wahrzeichen des Gartens.

Seit 1797 förderte das jährliche Erscheinen von Kurt Sprengels Samenkatalogs den Samenaustausch mit anderen Gärten. Sprengels Nachfolger, Schlechtendal, legte den Garten nach systematischen, ökologischen und biogeografischen Prinzipien an. Die thematisch gegliederte Freilandpflanzensammlung, der Garten mit den alpinen Pflanzen sowie die Wald- und Steppengebiete repräsentieren einen Querschnitt der Pflanzengeographie weltweit. Die eindrucksvolle Pflanzensammlung wird für Lehre und Forschung genutzt.

Grünes Halle

Sehenswürdigkeiten von Halle  sind die Moritzburg, der Dom, die Franckeschen Stiftungen, der Stadtgottesacker - schönster Renaissance-Friedhof Deutschlands - die Burg Giebichenstein und die Marienbibliothek. Attraktive Park- und Gartenanlagen in der Stadt, neben den drei Gartenträume-Anlagen, sind beispielsweise die Peißnitzinsel, der Heinrich-Heine-Park, der Pestalozzipark, der Südpark und die Ringanlagen der Stadt.


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