8. Herrenkrugpark und Elbauenpark, Magdeburg

Der Herrenkrugpark ist Magdeburgs älteste Parkanlage und seit fast 200 Jahren ein beliebtes Ausflugsziel der Magdeburger Bevölkerung. Mächtige alte Bäume prägen den im Stil des englischen Landschaftsgartens angelegten Park.

Der Elbauenpark wurde zur 25. Bundesgartenschau 1999 auf dem im Süden des Herrenkrugparks anschließenden Gelände eröffnet. Der attraktive Freizeit- und Erholungspark begeistert mit seiner vielfältigen Gartenarchitektur und zahlreichen Freizeit- und Kulturangeboten wie Sport- und Spielplätzen, dem Jahrtausendturm und dem Schmetterlingshaus.

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Herrenkrugpark
Vom "Herrenkrug" – dem früheren Wärterhaus mit Funktion eines Wirtshauses – verliefen Alleen strahlenförmig in die Landschaft und Spazierwege führten durch die Wiesen.

Hier entstand die größte städtische Baumschule, in der u.a. die Apfelbaumsorte "Malus x magdeburgensis" gezüchtet wurde. Verdient um die Gestaltung des Landschaftsgartens machten sich der Magdeburger Stadtbaukondukteur Friedrich Wolff (1817–1861) sowie die Gartendirektoren Paul Niemeyer (1863–1890) und Gottlieb Schoch (1890–1903). Um 1900 war der Herrenkrug das beliebteste Erholungsziel der Magdeburger und ihrer Gäste.

Durch die ornamentalen Teppichbeete und das rekonstruierte historische Parkrestaurant am Hotel kann man heute die Attraktivität und Wertschätzung der Parkanlage zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder erleben. Der dendrologische Lehrpfad zeigt auf Übersichtstafeln 90 der schönsten und bedeutendsten Baumarten im Park.

Der angrenzende Wiesenpark, der Biederitzer Busch, verschiedene Sportanlagen wie die Magdeburger Rennbahn und der Golfplatz sowie der Elbauenpark ermöglichen zahlreiche Aktivitäten im Herrenkruggebiet.

Elbauenpark
Die Anlage blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist zugleich eines der jüngsten Gartenkunstwerke der Gartenträume. Als elbauengeprägtes Wiesengelände erstreckte sich der ehemalige Cracauer Anger einst bis zum Herrenkrug.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Anger auch militärisch genutzt. In Folge entstanden verschiedene Kasernengebäude, die teilweise heute noch auf dem Gelände zu finden sind. Der Trummerschütt der im 2. Weltkrieges zerstörten Magdeburger Innenstadt wurde auf dem Gelände des Cracauer Angers entsorgt.

Genutzt wurde das Areal schon bald nach dem 2. Weltkrieg durch die Rote Armee, die hier bis in die frühen 1990er Jahre stationiert war. Nach der Munitionsräumung konnte die Gestaltung der neuen Parkanlage zur Bundesgartenschau beginnen. So wurden beispielsweise die zwei bis vier Meter hohen Wälle, die noch aus der frühen militärischen Nutzung stammten, in die Gestaltung im Nordosten der Parkanlage integriert: Beschattet von alten Bäumen finden sich hier heute großzügige Ruhezonen, aber auch interessant gestaltete inspirierende Aktionspunkte.

Während auf der Seebühne ein vielfältiges Programm eine attraktive Kulisse findet, das Schmetterlingshaus in die luftig-leichte Welt der Tropen einlädt und der Jahrtausendturm als neues Wahrzeichen der Landeshauptstadt Magdeburg den Besucher mit Forschern und Erfindern auf Entdeckungsreisen führt, setzen verschiedene Themengärten, Kunstwerke in der Landschaft und die naturnah gestalteten Bereiche an der Elbe einmalige Akzente. Der Freizeitpark ist ein beliebtes  Ausflugsziel für die ganze Familie.


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