6. Schloss und Schlosspark Harbke

Der rund 6 Hektar große Schlosspark Harbke wurde ab 1740 als barocker Lustgarten angelegt und ab 1760 in einen Landschaftspark umgewandelt. In dieser Zeit hatte die "Harbkesche Wilde Baumzucht" als überregionaler Pflanzenlieferant besondere Bedeutung. Markante und seltene sowie dendrologisch wertvolle Gehölze aus dem 18. Jh. sind zu entdecken. Die in den Jahren 1830/31 im neugotischen Stil erbaute Orangerie ist Konzertkulisse, Standesamt und Café. Das Harbker Schloss präsentiert sich als Ruine.

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Heute bildet die Ruine des einstmals herrschaftlichen Schlosses und Gutshofes die romantische Kulisse für den Landschaftspark im ehemaligen Grenzort Harbke. Der Park mit Schloss, Gutsanlage und der anschließenden Schlosskirche stellt den Mittelpunkt des Dorfes am südlichen Ausläufer des Naturparks Elm-Lappwald dar und bildet mit dem Ort eine unzertrennliche Einheit.

Schon seit 1308 als mittelalterliche Rundburg im Besitz der Familie Veltheim, wurde die Burg zunächst im Stil der Renaissance und dann im 18. Jahrhundert als barocke Anlage umgestaltet. Unter Friedrich August v. Veltheim entstand ab 1740 ein barocker Lustgarten an der Südostseite des Schlosses. Ausgestattet war dieser Park mit verschiedenen Skulpturen und der bis heute erhaltenen Nischenwand, der sogenannten "Chinesischen Mauer".

Kurze Zeit später und sehr früh für diesen Gestaltungsstil, wurden im Garten ab 1760 erste umfassende landschaftliche Umgestaltungen in die Tat umgesetzt. Hierbei wurden barocke Strukturen einbezogen und so in Teilen erhalten. Der Gärtner Daniel August Schwarzkopf lieferte für die landschaftliche Gestaltung Anregungen von seinen Englandreisen. Unter Friedrich Augusts Sohn nahm die landschaftliche Gestaltung der Anlage ihren Fortgang und weitere Spuren der barocken Anlage verschwanden nach einer Umgestaltung durch Rüttger v. Veltheim (1781-1848) im Jahre 1803. Unter seiner Herrschaft wurde 1830/31 auch die neogotische Orangerie anstelle eines alten Gewächshauses errichtet.

Ein besonderer Schwerpunkt lag in Harbke auf der Kultivierung ausländischer Gehölze. Für die Entwicklung des Landschaftsgartens in Deutschland stellte Harbke daher einen der wichtigsten Pflanzenlieferanten dar und sogar Goethe besuchte den Ort 1805 unter anderem zum Studium der "Wilden Baumzucht". Noch heute zeugen markante und interessante Bäume im Schlosspark von dieser Tradition.

Zu den Sehenswürdigkeiten Harbkes zählen die Kirche St. Levin aus dem Jahre 1572 mit der "Fritzsche-Treutmann-Orgel", die hölzerne Sonnenuhr von 1640 und der kleine Friedhof mit den Grabsteinen der "von Veltheims". Außerden der Grauen Hof mit Heimatmuseum, das Pfarrhaus und die verschiedenen Fachwerkhäuser des 18. Jahrhunderts.


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