17. Roseburg, Ballenstedt OT Rieder

Im Stil einer mittelalterlichen Burganlage erbaute sich 1907 der Architekt Bernhard Sehring die Roseburg. Der reizvolle Park vereinigt vielgestaltige Elemente der italienischen Renaissance, des Barock und englischer Landschaftsgärten. Neben einer imposanten Wasserachse und einem Mausoleum mit Aussichtsturm gehören Brücken, Treppen, Balustraden, Plastiken und Mosaiken zur Ausstattung des außergewöhnlichen Parks. Die im Park vereinten Idealvorstellungen der Bau- und Gartenkunst verschiedener Jahrhunderte verleihen der Roseburg einen märchenhaften Charakter.

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Fährt man von Quedlinburg in Richtung Ballenstedt, dann entdeckt man kurz hinter Rieder linkerhand die sandsteinfarbenen Türme der Roseburg, das „private Märchenschloss“ von Bernhard Sehring (1855-1941). Einen Namen hat sich Sehring vor allem als Theaterarchitekt gemacht. Von ihm stammen u.a. das Theater des Westens in Berlin (1895/96), das Stadttheater in Bielefeld (1902/04), das Stadttheater in Halberstadt (1905, zerstört), das Schauspielhaus in Düsseldorf (1905, zerstört), das Stadttheater in Cottbus (1907/08) und die Walpurgishalle auf dem Hexentanzplatz.

Mit dem Bau der Roseburg begann Sehring 1907. Das erste fertig gestellte Gebäude war eine als Magazin genutzte Remise, denn die Roseburg war nicht nur als Sommersitz, sondern vor allem als Aufstellungsort der gesammelten Kunstwerke gedacht, die Sehring im Laufe der Jahre zusammengetragen bzw. auf seinen Italienreisen erworben hatte. Ebenfalls 1907 wurde mit dem Bau des Wohnturms begonnen, der 1908 bezugsfertig war, und 1909 entstanden der Georgsturm und der Söller. Eine 1.600 m lange, mit Zinnen versehene Steinmauer schließt - im Sinne der Wehrhaftigkeit einer Burg - das Gelände der Roseburg ein.

Bis 1925 entstanden der Aussichtsturm, der weite Ausblicke in die Harzlandschaft bietet, sowie die anschließende Parkanlage. Herzstück des Parks ist die 100 m lange terrassierte, nach Norden abfallende und reich dekorierte Wasserachse. Der gesamte Park ist fast überreich mit Kleinarchitekturen, Grotten, Putten, Skulpturen, sogar Grabsteinen ausgestattet. In den zahlreich aufgestellten Objekten dokumentiert sich unverkennbar Sehrings unermüdliche Sammelleidenschaft.

 


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