41. Schloss und Schlosspark Burgscheidungen

Aus Richtung Freyburg (Saale) kommend erhebt sich hoch über dem Tal der Unstrut das imposante Schloss Burgscheidungen. Entscheidend für  die großartige Wirkung der Anlage ist der Berghang am Schloss, der mit symmetrischen Wegen, Skulpturen, geschnittenen Bäumen und einer Grotte italienisch anmutet. Am Ende des Hanges befindet sich ein landschaftlich gestalteter Gartenbereich, der von einem Wasserkanal umschlossen ist.

mehr erfahren

Zur Geschichte von Schloss und Schlosspark Burgscheidungen

Nach wechselvoller Geschichte und verschiedenen Eigentümern ging das Schloss, das erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt wurde, 1722 in den Besitz von Levin von der Schulenburg über. Er beauftragte den sächsischen Landesbaumeister David Schatz mit der Umgestaltung zum Barockschloss. Von dem vierflügelig geplanten barocken Neubau wurden nur der Nord- und Ostflügel errichtet, Süd- und Westflügel blieben bis heute aus der Renaissancezeit erhalten.

Der Schlosspark mit Terrassenhang und Grotte, die in Anlehnung an die Thetisgrotte von Versailles gestaltet wurde, ist von einem aus der Unstrut gespeistem Kanal umgeben. Die Rasenböschungen des Terrassengartens werden von elf großen Figuren des Altenburger Bildhauers Joseph Blühme geschmückt, die die einzelnen Monate symbolisieren. Der sich dem Hang anschließende, im Tal gelegene, ehemals barocke Lustgarten wurde Ende des 18. Jahrhunderts landschaftlich umgestaltet und beherbergt einen beeindruckenden Altbaumbestand.

 Zu den wohl berühmtesten Bewohnern zählt Anna Constantia von Brockdorff, die spätere Gräfin von Cosel und Mätresse von August dem Starken, die zuvor mit dem damaligen Eigentümer des Schlosses, Adolph Magnus von Hoym, verheiratet war und das Schloss von 1699 bis 1705 bewohnt hat.

Die nachfolgenden Eigentümer, die Familie von der Schulenburg, wurde im Herbst 1945 durch die Bodenreform enteignet. Daraufhin wurde das Schloss 1946 dem FDGB als Erholungsheim überlassen. Ab 1951 wurde es  als Landesschule für Pionierleiter der FDJ genutzt. Von 1955 bis 1990 war das Schloss im Besitz der Ost-CDU, die es als zentrale Schulungsstätte nutzte.

Seit 2008 sind Schloss und Garten wieder in privaten Händen und werden Schritt für Schritt saniert und wiederbelebt.

Erlebenswertes in der Umgebung

Die Region rund um das Schloss bietet neben zahlreichen kunsthistorisch bedeutenden Plätzen eine Vielzahl interessanter Ausflugsmöglichkeiten. So lohnt es sich den Dom von Naumburg, die Himmelsscheibe Nebra, Kloster Memleben oder Rittergut Kirchscheidungen zu besuchen.


Veranstaltungen

Veranstaltungen abrufen
Karte wird geladen. Bitte haben Sie einen Moment Geduld.