31. Schloss und Park Georgium, Dessau-Roßlau

Die Gestalter des Georgengartens schufen am Ende des 18. Jahrhunderts, inspiriert von Reisen nach England und Italien, einen Park im englischen Stil. Das Prinzip des allmählichen Übergangs vom kunstvoll angelegten Landschaftsgarten in die natürliche Landschaft ist in der Anlage eindrucksvoll nachvollziehbar. Neben der künstlichen Ruine der "Wallwitzburg" und dem Elbpavillon gehören das Ende des 19. Jahrhunderts angelegte Mausoleum und das Schloss Georgium zu den prägenden Bauten der Anlage. Zahlreiche kleine architektonische Elemente, Sitze und Skulpturen bilden wichtige Orientierungspunkte und beleben die Gartenbereiche. Die Anlage gehört zum UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz.

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Das Ensemble, bestehend aus Schloss Georgium, den Gärten rund um das Schloss (Georgengarten), das naturnahe Wald- und Sumpfgebiet „Beckerbruch“ und die Auenwiesen an der Elbe. Es ist der zweitgrößte Landschaftspark im Dessau-Wörlitzer Gartenreich (der größte ist der Wörlitzer Park).

Der Platz, an dem die verschiedenen Parkbereiche aufeinandertreffen, werden von dem „Roten Bogen“ (auch „Holländischer Bogen“ genannt) und dem „Weißen Bogen“ (auch „Römischer Bogen“ genannt) markiert. Errichtet um die Aufmerksamkeit der Besucher zu erregen und die Sichtachsen einzurahmen, betonen sie das fortschrittliche gestalterische Grundprinzip des Gartenreichs. Zahlreiche Ausstattungselemente wie Skulturen, Vasen, Urnen und Sitze bieten dem Besucher im Park weitere Orientierungspunkte. Der Park wurde nach Johann Georg von Anhalt-Dessau (1748-1811), dem jüngeren Bruder des Regenten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, benannt.

1780  beauftragte er die Meistergärtner Johann Georg Schoch und Johann Friedrich Eyserbeck, einen Landschaftspark im englischen Stil anzulegen, der für die Allgemeinheit zugänglich sein sollte. Das klassizistische Landhaus (Schloss Georgium), das Blumengartenhaus, die Orangerie- Gebäude und das Fremdenhaus wurden anschließend nach Plänen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff erbaut. Im 19. und 20. Jahrhundert begann die Stadt in den Park einzudringen und die einstigen, allmählichen Übergänge in die Landschaft zu verwischen.

In den 1950er Jahren wurde damit begonnen, die Wiesen wieder zu erschließen. Die Arbeit an diesem Projekt wurde in den 1980er und 1990er Jahren fortgesetzt. Diese Bemühungen wurden ergänzt durch die Wiederherstellung der Sichtachsen, der historischen Wege und der markanten Parkarchitektur. 1988 wurde der Park in das Biosphärenreservat „Flusslandschaft Mittlere Elbe“ aufgenommen und im Jahr 2000 wurde er als Teil des Gartenreichs Dessau-Wörlitz UNESCO- Welterbe.

Heute wird die Anlage durch die Stadt Dessau betreut. Das Schloss Georgium beherbergt seit 1959 die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau mit einer reichen Sammlung altdeutscher, niederländischer und flämischer Malerei. Im nahe gelegenen Fremdenhaus ist die umfangreiche graphische Sammlung der Galerie untergebracht. In der dem Schloss gegenüber liegenden Orangerie finden ganzjährig Sonderausstellungen der Anhaltischen Gemäldegalerie und des Anhaltischen Kunstvereins statt.

Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten ist das Schloss derzeit nicht zugänglich.


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